
Es klingt banal, aber viele Rückenleiden und andere Verletzungen des Bewegungsorgans haben eine simple Ursache: WIR GEHEN FALSCH!
Die Entscheidung über Leben oder Schmerz fällt in nicht viel mehr als einer halben Sekunde. 600 Millisekunden – so lange dauert im Durchschnitt der Schritt eines Menschen. Aufsetzen – patsch – abrollen: Nach 0,6 Sekunden ist alles vorbei. Der Airbag eines Autos benötigt 150 Millisekunden, um aufzugehen. Ein Augenzwinkern schaffen wir in 100 Millisekunden. Es gehört zum Wesen des Lebens, dass die einfachsten Dinge oft die kompliziertesten sind. Ein normaler Schritt – was soll daran schon schwierig sein, mag sich mancher fragen. Dann lesen Sie einmal, was sich alles abspielt, wenn wir einen Fuß vor den anderen setzen.Was wir aus Ihrem Bewegungsmuster alles herauslesen können. Und warum die Art und Weise, wie wir durchs Leben gehen, darüber entscheidet, ob wir uns gesund, fit und gut fühlen.
Rückenschmerzen sind ein komplexes Thema. Die Ursachen für Rückenschmerzen (aber auch Schulter,-Hüft und Knieschmerzen) sind meist woanders zu suchen als der Schmerz selbst.
Eine häufige Ursache für Rückenschmerzen ist ein falsches Gangbild. Ähnlich wie bei einem Auto, bei dem die Spur falsch eingestellt ist und sich daher die Reifen schneller abfahren, treten beim Menschen ähnliche Verschleißerscheinunngen auf. Schon seit mehr als zehn Jahren führen wir daher professionelle Bewegungsanalysen durch um die Ursachen für Ihre Schmerzen zu ergründen.
Die Ganganalyse dauert 60 Minuten und wird gemeinsam mit einem Physiotherapeuten und einem Orthopädietechniker durchgeführt.
Wir arbeiten dabei eng mit der Orthopädietechnikfirma Pohlig zusammen, die im Anschluss an die Analyse falls notwendig die passenden orthopädischen Einlagen fertigt.
Als absolute Expertin auf dem Gebiet der Bewegungsanalyse gilt die Physiotherapeutin Nicole Gramsl. Gemeinsam mit Bernhard Huhle von der Fa. Pohlig, hat Sie weit mehr als 10.000 Ganganalysen durchgeführt.
Wie bereits erwähnt, wird die Gangdiagnostik bei uns von zwei Personen durchgeführt, einem Orthopädieschuhmacher und einem Physiotherapeuten, die beide Ihr Wissen und Ihre Erfahrung bei der Analyse einsetzen und über viele Jahre gemeinsame Erfahrung vorweisen können.
Zu Beginn erfolgt eine ausführliche Anamnese, dh. , Sie können uns ohne Zeitdruck erzählen, wo es Ihnen weh tut, welche Probleme sie haben. Nicht nur aktuelle Schmerzen interessieren uns, sondern auch frühere Verletzungen, ( Bänderrisse, Knochenbrüche,Bandscheibenvorfälle, aber auch andere Erkrankungen wie Rheumatische Erkrankungen, internistische Probleme wie Diabetes ) sind für uns wichtig. Viel wichtiger als Röntgenbilder und Kernspinbilder.
Jetzt geht’s aufs Laufband. Standardisiert wird die Messung, soweit möglich, bei 5 km/h durchgeführt, um auch entsprechende Vergleichswerte zu haben.Ausserdem ist dies erfahrungsgemäß eine Geschwindigkeit, die die meisten Leute etwas schwer fällt und damit ist im Video die Beurteilung der Problematik besser sichtbar. Grundsätzlich ist es für viele Meschen ungewohnt, auf dem Laufband zu gehen und sie fühlen sich am Anfang oft unsicher und wackelig. Deshalb legen wir Wert darauf, dass diejenigen, die noch nie auf einem Laufband waren, Zeit haben, sich vorher damit vertraut zu machen. Das Laufband kreiert keine neuen Probleme, sondern verstärkt vorhandene Instabilitäten und andere Probleme und macht sie den Leuten bewußter!
Mit der Messung erfolgen jetzt auch Videoaufnahmen von hinten und von der Seite, bei machen Fragestellungen, wie z.B.Kniescheibenproblemen, auch von vorne. Treten die Probleme in erster Linie beim Laufen auf, machen wir auch noch Videoaufnahmen beim Laufen.
Jetzt erst geht es endlich an die Analyse der Daten. Die Messergebnisse werden zusammengetragen, mit der Bewegung auf des Videos verglichen und alle guten und schlechten Ergebnisse zusammengertragen und diskutiert. Vielen Leuten wird erst jetzt klar, dass Gehen doch gar nicht immer so einfach ist, wie sie immer gedacht haben. Gehen ist eine Summe von Fehlstellungen, Schonhaltungen und Kompensationsmechanismen, die man im Laufe der Jahre erworben hat und gerade sportliche Meschen haben ungeheuer ausgeklügelte Kompensationsmechanismen entwickelt, die erst in der Symbiose von Videoaufnahmen und Messsystem ersichtlich werden.
Nach der Analyse kommt jetzt eigentlich der wichtigste Punkt: Was können die Patienten selbst dafür tun, dass es wieder besser wird und wie kann man mit besonderer, individuell auf das Gangbild angepasster Einlagentechnik geholfen werden, das Gangbild aktiver und stabiler zu machen. Welche Muskelgruppen sollten trainiert werden, welche gedehnt? Wie schaffe ich es besser abzurollen? Welche Schwerpunkte un Ziele kann ich mir selbst setzen? Welche Art von Einlagen soll man tragen? Und welche Schuhe für den Sport, für den Alltag, für die Arbeit, für Zuhause? Ganz schön viele Informationen!! Damit man alles nochmal in Ruhe überdenken kann, bekommt jeder eine CD mit den Gangbilder mit und eine Mappe mit allen Mess-und Analyseergebnissen und Empfehlungen mit. Und wenn alles klappt, gehen die Leute anders hinaus, sle sie zu uns hereingekommen sind! Auch wenn man sich nicht komplett umstellen kann- für überlastete Gelenke und für den Rücken können kleine Veränderungen schon zu großen Erleichterungen führen.